Der Weg in die Therapie...

Der Weg in eine ambulante Psychotherapie ist oft beschwerlich und lang. Gründe hierfür sind einerseits häufig bestehende Ängste vor einer Therapie und die derzeit sehr langen Wartezeiten. Viele Menschen haben Angst vor einer Therapie weil sie keine Vorstellung davon haben, was dort passieren wird. "Werde ich die alten Verletzungen wieder erleben? Werde ich die Kontrolle verlieren? Halten mich andere dann für verrückt? Wie sollte mir überhaupt geholfen werden können?" Dies sind nur Einige von vielen Hinderungsgründen...

Eine Psychotherapie basiert für mich auf einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung und einer absoluten Transparenz, was bedeutet, dass Patienten stets wissen sollten, warum welche Interventionen angewendet werden und welche Ziele verfolgt werden. Eine Therapie sollte immer auf Stabilität hin arbeiten, was gleichzeitig beinhaltet, dass ein direktes Wiedererleben sehr traumatischer Erfahrungen vermieden werden sollte. Der Erfolg einer Therapie hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B. der therapeutischen Beziehung, Veränderungsmotivation des Patienten, Fachwissen des Therapeuten, Schwere der Erkrankung etc. ab. Insgesamt sind wir in der Psychotherapie auf einem so guten Wissensstand, dass wir mit den uns zur Verfügung stehenden Techniken auf eine Heilung und möglichst einer Verhinderung einer erneuten Erkrankung hinarbeiten und dies in vielen Fällen auch erreichen. 

Seit April 2017 bieten alle ambulanten Psychotherapeuten sog. psychotherapeutische Sprechstunden an. Dies bedeutet, dass innerhalb von 1-3 Terminen die Symptome abgeklärt werden, eine Verdachtsdiagnose gestellt und Behandlungsempfehlungen ausgesprochen werden. Dann wissen Sie, ob eine ambulante Psychotherapie für Sie in Frage kommt oder andere Maßnahmen angezeigt sind. Die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung ist eingerichtet worden um Patienten bei der Vermittlung eines Therapieplatzes behilflich zu sein. Wenn Sie eine ambulante Therapie beginnen, startet diese immer mit den sog. probatorischen Sitzungen, in denen ggf. erneut Symptome, die Anamnese und die Therapieziele erhoben werden. An die Probatorik schließt sich die Kurzzeittherapie mit 24 Std. an, in der geprüft wird, ob eine Verlängerung notwendig und sinnvoll ist.


Störungsbilder:

Ich behandle alle Störungsbilder, die bei Erwachsenen auftreten können, hierzu zählen:

  • Depressive Erkrankungen
  • Anpassungsstörungen nach akuten Belastungen
  • Angststörungen (Panikstörung, Agoraphobie, Soziale Phobie, Spezifische Phobien)
  • Zwangsstörungen
  • Essstörungen (Anorexia und Bulimia nervosa)
  • Somatoforme Störungen (Somatisierungsstörungen, Hypochondrie)
  • Persönlichkeitsstörungen (Interaktionsstörungen)
  • Rückfallprophylaxe bei Psychosen
  • Rückfallprophylaxe bei bipolaren Störungen
  • Traumafolgestörungen (einfache und komplexe PTBS)